Gender-Wahnsinn.de

 

(die Website für Liebhaber der deutschen Sprache)

 

Ich liebe die deutsche Sprache! Sie ist so präzise, erlaubt lange Wortneuschöpfungen durch Verknüpfungen mehrerer Substantive zu einem Wort, wo es nötig ist, ist kurz und knapp, wo es möglich ist. Nicht im deutschsprachigen Raum Geborene fordern mitunter eine Vereinfachung der deutschen Sprache, die zweifellos nicht leicht zu erlernen ist (→ Mark Twain: „Die Schrecken der deutschen Sprache“). Die Rechtschreibreform vom Ende des vergangenen Jahrhunderts hat die Regeln nicht in allen Fällen spürbar vereinfachen können, die Neuerungen und Vereinfachungen sind keineswegs immer logisch und lassen zudem nun Wortverwandtschaften vermuten, wo tatsächlich keine vorhanden sind, z.B. für das Wort „Graf“, das nun auf das alte „Graf“ (Adelsvertreter)  oder „Graph“ (mathematischer Begriff) zurückzuführen ist. Logisch ist an der Rechtschreibreform lediglich die partielle Substitution des vormaligen „ß“ durch „ss“, welche stets nach kurzen Vokalen auszuführen ist. In der Schweiz fehlt dieses „ß“ schon  seit vielen Jahrzehnten – aufgrund der dortigen Mehrsprachigkeit – praktischerweise generell.

Trotz immer wieder öffentlich postulierter Forderungen nach einer Förderung der deutschen Sprache im Ausland ist die Zahl der Deutsch Lernenden seit Jahrzehnten eher rückläufig. Diese Tendenz zur zunehmenden Bedeutungslosigkeit wird sich mit der sukzessiven Durchsetzung der „gendergerechten Sprache“ in den Medien zwangsläufig verstärken. Sprachästhetisch sind weder „Gender-Gaps“ noch die jüngste Berufsbezeichnungsreform des Duden, in der dieser stets zusätzlich die weibliche Form empfiehlt,  ein Gewinn. Diese Novitäten blähen Texte – ohne zusätzlichen Informationsgehalt – lediglich unnötig auf. Ärgerlich wird dies insbesondere bei Texten, die ohnehin nicht den Charakter einer Bettlektüre haben, beispielsweise in Gesetzen.

 

Diese Seite möchte Irrungen und Wirrungen dieses  Gender-Wahnsinns aufzeigen, von der Bildung femininer Formen für neutrale Begriffe („Mitgliederinnen“) bis zur Unmöglichkeit, eine „gendergerechte“ Mehrzahl für „Bauer“ mit Gender-Gap darzustellen.

 

Mitwirkung und Einsendungen sind erbeten.

 

 

 

Einsendung an den Autor